Fehlende Hygienedokumentation
Der Hygieneplan liegt vor, die tägliche Durchführung ist nirgends belegt. Ohne Eintrag gilt die Maßnahme als nicht erfolgt.
Qualitätsmanagement für die öffentliche Apotheke
Offizinwerk führt 291 Pflichten aus Apothekenbetriebsordnung, Betäubungsmittelrecht, Medizinprodukterecht, Arbeitsschutz und Landesrecht, liefert zu jeder eine fertige Verfahrensanweisung und hält die Nachweise bereit, die ein Pharmazierat bei der Besichtigung sehen will.
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Die Ausgangslage
§ 2a der Apothekenbetriebsordnung verlangt von jeder öffentlichen Apotheke ein Qualitätsmanagementsystem, das Art und Umfang der pharmazeutischen Tätigkeiten entspricht. In der Praxis ist daraus meist ein Ordner geworden, den niemand pflegt, bis sich der Pharmazierat ankündigt. Dann wird in wenigen Tagen nachgeholt, was über Jahre hätte entstehen sollen, und genau das fällt bei einer Besichtigung auf.
Der Hygieneplan liegt vor, die tägliche Durchführung ist nirgends belegt. Ohne Eintrag gilt die Maßnahme als nicht erfolgt.
Anweisungen verweisen auf Vorschriften in einer Fassung, die seit mehreren Novellen nicht mehr gilt, oder tragen keine Freigabe.
Für Kühlschrank und Lagerraum fehlen Tage, oder Soll und Ist stimmen über Monate hinweg auffällig genau überein.
Der Pharmazierat prüft nicht das System. Er greift einen realen Vorgang heraus und arbeitet sich rückwärts: Gibt es dazu eine Verfahrensanweisung, war sie zu diesem Zeitpunkt gültig, und kannte die handelnde Person sie?
Der Ansatz
Offizinwerk ist kein leeres Programm, das auf Eingaben wartet. Der Katalog, die Musterfassungen und die Nachweisformulare sind redaktionell erarbeitet und werden laufend gepflegt. Eine Apotheke übernimmt, was zutrifft, und passt nur an, was im eigenen Betrieb anders läuft.
Aus Apothekenbetriebsordnung, Apothekengesetz, Betäubungsmittelrecht, Medizinprodukterecht, Arbeitsschutz, Arbeitsrecht, Infektionsschutz, Sozialgesetzbuch V, Steuerrecht, Datenschutz, Wettbewerbsrecht, Telematik und Landesrecht. Jede mit Fundstelle.
Zu jeder Pflicht eine Musterfassung mit 2.169 ausformulierten Arbeitsschritten, jeder Schritt mit der Rolle, die ihn ausführt, dazu Flussdiagramm, Begriffe, Kennzahl und Risikohinweis.
Von der Temperaturkontrolle über das Medizinproduktebuch bis zum Hautschutzplan. Erfasst wird am Tag des Vorgangs, mit Namenszeichen. Jedes lässt sich auch leer ausdrucken und von Hand führen.
In 50 Bereichen, nach Betriebsprofil gesteuert. Geführt wie eine Besichtigung, mit Protokoll und Maßnahmen aus jeder Abweichung.
Zu jeder eine fertige Unterlage zum Halten, zusammen 521 Kernaussagen im Wortlaut, 152 Fälle aus der Praxis und 190 Verständnisfragen mit Musterantwort.
Täglich geprüft. Ändert sich eine Vorschrift, benennt das Programm die eigenen Dokumente, die davon betroffen sind.
Jede Verfahrensanweisung trägt ein Diagramm des Ablaufs, das aus den Arbeitsschritten erzeugt und frei geändert werden kann.
Das vollständige QM-Handbuch mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Fassungsangaben entsteht lokal in einem Arbeitsgang.
40 Kapitel folgen dem Weg des Arzneimittels durch die Apotheke, vom Wareneingang bis zur Abgabe, nicht dem Alphabet.
Rezeptur, Betäubungsmittel, Heimversorgung, Notdienst: Es erscheint nur, was für diese Apotheke gilt.
Funktionen
Die Anwendung läuft auf den Rechnern der Apotheke. Der Abgleich mit dem Server holt Katalog und Musterfassungen und sichert die eigenen Inhalte verschlüsselt.
Jede Verfahrensanweisung hängt an der Pflicht, die sie erfüllt. Aus dieser Verknüpfung ergibt sich, welche Pflicht noch ohne Anweisung ist und welche Dokumente eine Rechtsänderung berührt.
Der Ablauf wird Schritt für Schritt geführt, jeder Schritt trägt die Rolle, die ihn ausführt. Aus den Rollen entstehen die Verantwortlichkeitsübersicht und der Rollenteil im PDF, aus den Schritten das Diagramm.
Wo eine Musterfassung an die Verhältnisse der Apotheke angepasst werden muss, schlägt der Assistent auf Wunsch eine Formulierung für einen einzelnen Abschnitt vor. Zweck, Geltungsbereich, Verantwortlichkeiten und Ablauf lassen sich einzeln bearbeiten.
Nachweise entstehen dort, wo die Arbeit geschieht. Jedes Formular kennt seinen Rhythmus und seine Aufbewahrungsfrist. Sollwerte werden angezeigt, Istwerte grundsätzlich nicht vorgeschlagen.
Der Prüfmodus bildet genau den Pfad einer Besichtigung ab: vom einzelnen Vorgang zur zugehörigen Pflicht, von dort zur Verfahrensanweisung in der damals gültigen Fassung und zur handelnden Person.
Was sonst in getrennten Listen und Tabellenblättern liegt, führt Offizinwerk an einer Stelle. Jedes Register lässt sich einzeln als PDF ausgeben und geht in die Managementbewertung des Jahres ein.
Bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere, mit Maßnahme und Restrisiko.
Waagen, Kühlgeräte, Medizinprodukte und Prüfmittel mit Prüfart und nächster Fälligkeit.
Bezugsquellen mit Erlaubnis, Bewertung und Zeitpunkt der letzten Beurteilung.
Beanstandungen mit Ursache, Maßnahme und, wo geboten, Meldung an die Behörde.
Selbstinspektion und externe Prüfungen mit Feststellungen und Terminverfolgung.
Jahresbewertung der Leitung mit Qualitätszielen, Kennzahlen und Ergebnis.
Die Anwendung meldet sich einmal täglich mit dem, was ansteht. Die Ansicht Heute fasst den Stand in einer Kennzahl zusammen. Diese Kennzahl ist eine Selbsteinschätzung aus den eigenen Daten, kein Zertifikat und keine behördliche Bewertung.
Am Morgen der Besichtigung eine Auswahl treffen und auf Erzeugen drücken. Das Programm setzt jede Anweisung einzeln, legt sie nach Kapiteln geordnet ab und packt alles in ein Archiv, das sich auf einen Stick kopieren lässt. Ganz oben liegt eine Liesmichdatei, die die Ordnung erklärt.
Eine Zahl allein hilft niemandem. Hundert Prozent heißt, dass zu jeder Pflicht etwas da ist. Ob es auch trägt, ist eine andere Frage. Der Ratgeber sieht sich deshalb an, was ein Auditor tatsächlich prüft, und sagt es in klaren Worten.
Das Handbuch liest sich noch wie eine Vorlage
142 von 162 Anweisungen stimmen Wort für Wort mit der Musterfassung überein. Der häufigste Grund für ein gescheitertes Zertifizierungsaudit ist ein unverändert übernommenes Musterhandbuch. Ein Auditor erkennt das binnen weniger Minuten, weil die Beschreibung nicht zu den Räumen, Geräten und Personen passt, die er vor sich sieht.
Was zu tun ist: Lassen Sie das Handbuch auf Ihre Apotheke zuschneiden. Der Assistent bezieht dafür Tätigkeiten, Räume, Geräte und Personalstruktur ein.
Eine Zertifizierung ist freiwillig. Wer sie will, sieht hier, wie weit das eigene System ist, und findet die Stelle im eigenen Bundesland. Zwölf der siebzehn Landesapothekerkammern führen ein eigenes Verfahren, oft für einen Bruchteil dessen, was eine private Stelle verlangt.
Welche Unterweisungen eine Apotheke schuldet, steht in einem guten Dutzend Vorschriften verteilt. Das Programm leitet den Pflichtplan aus dem Betriebsprofil ab und legt die Termine an, gebündelt über das Jahr.
Die Reinigungskraft kommt nach Ladenschluss und begegnet dem Team selten.
So läuft es oft: Sie steht auf keiner Teilnehmerliste, weil ihr Dienst nach Feierabend liegt und niemand an sie denkt.
So ist es richtig: Ist sie bei der Apotheke angestellt, setzt die Apothekenleitung einen eigenen Termin an. Kommt sie über einen Dienstleister, lässt sich die Apotheke dessen Unterweisung schriftlich bestätigen und ergänzt die Besonderheiten der Räume.
§ 22 Abs. 2 der Apothekenbetriebsordnung unterscheidet Namenszeichen und eigenhändige Unterschrift. Beides bildet das Programm ab, und zwar so, dass das gedruckte Handbuch die Unterschriften bereits trägt.
Der Unterschied
Am Markt gibt es Handbuchsammlungen als Textdateien, Ordner mit Musterformularen und allgemeine Qualitätsmanagementsoftware ohne Apothekenbezug. Alle drei lassen die Apotheke an derselben Stelle allein: bei der Frage, ob das, was sie hat, für eine Prüfung reicht.
Jede Anweisung hängt an der Pflicht, die sie erfüllt, und jede Pflicht an ihrer Fundstelle. Daraus ergibt sich, welche Pflicht noch offen ist, welche Anweisung eine Rechtsänderung berührt und welcher Nachweis zu welchem Paragraphen gehört. Eine Sammlung von Textdateien kann das nicht.
Sechsundzwanzig Quellen werden täglich geprüft. Eine Rechtsänderung wird belegt, redaktionell freigegeben und erreicht die Apotheke beim nächsten Abgleich, ohne dass eine neue Programmfassung nötig wäre. Bei Handbuchsammlungen kommt die Aktualisierung, wenn der Verlag eine neue Auflage druckt.
Der Assistent schreibt die Musterfassung auf den eigenen Betrieb um und bezieht Tätigkeiten, Räume, Geräte und Personalstruktur ein. Zwei Apotheken erhalten dadurch verschiedene, gleich richtige Fassungen. Ein gekauftes Musterhandbuch liest sich in jeder Apotheke gleich, und genau daran scheitern Audits.
Der Ratgeber erkennt Nachweise, die alle vom selben Tag stammen, Maßnahmen ohne Wirksamkeitsbewertung und Handbücher, die noch wörtlich aus der Vorlage kommen. Keine andere Lösung für Apotheken widerspricht ihrem eigenen Nutzer, wenn dessen Zahlen zu schön aussehen.
Jede erzeugte Datei ist ein PDF/A: Schriften eingebettet, Farbraum festgelegt. Bei Blutzubereitungen beträgt die Aufbewahrungsfrist dreißig Jahre. Eine gewöhnliche PDF-Datei darf auf Schriften des Rechners verweisen, die es dann nicht mehr gibt.
Die Inhalte liegen auf dem Server ausschließlich verschlüsselt. Der Schlüssel entsteht aus dem Kennwort der Apotheke und verlässt deren Rechner nie. Das ist keine Zusage, sondern eine Eigenschaft des Verfahrens: Der Betreiber könnte selbst dann nicht lesen, wenn er wollte.
Handbuch am Stück, jede Anweisung einzeln nach Kapiteln geordnet, Nachweise, Register, Selbstinspektion und Schulungsplan, alles in einem Archiv für den Stick des Prüfers. Wer das von Hand zusammenstellt, sitzt einen Vormittag daran.
Alle Texte, auch die des Assistenten, stehen in pharmazeutischer Fachsprache. Eine Stilprüfung auf dem Server weist Formulierungen zurück, die nach maschineller Erzeugung klingen, und lässt sie berichtigen, bevor sie die Apotheke erreichen.
Sicherheit und Nachvollziehbarkeit
Offizinwerk arbeitet nach dem Grundsatz des Nichtwissens. Der Schlüssel entsteht aus dem Kennwort der Apotheke und verlässt deren Rechner nie. Der Betreiber kann die Inhalte seiner Kunden nicht lesen, auch dann nicht, wenn er es wollte.
Dokumente, Nachweise und Register werden auf dem Rechner der Apotheke verschlüsselt und erst danach übertragen. Auf dem Server liegen sie als unlesbarer Block.
Jede Änderung erzeugt eine neue Fassung, die alte bleibt erhalten. Ein fehlerhafter Eintrag wird mit Begründung als ungültig gekennzeichnet, nicht entfernt.
Zu jedem Dokument lässt sich zeigen, wer wann welche Fassung freigegeben hat und worin sie sich von der vorigen unterscheidet.
Alle Berichte und das vollständige Handbuch werden auf dem Rechner der Apotheke erzeugt. Die PDF-Dateien verlassen ihn nicht.
Sollwerte werden angezeigt, Istwerte niemals vorgeschlagen. Protokolle mit allzu genauer Übereinstimmung gelten bei einer Besichtigung als verdächtig.
Abgleich und Datensicherung laufen über einen Server in Deutschland, die Verbindung ist durchgehend verschlüsselt.
Preise
Alle Beträge verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer. Die Lizenz gilt für ein Jahr ab Freischaltung und wird jährlich in Rechnung gestellt.
348 Euronetto je Apotheke und Jahr
Für die Apotheke, die ihr Qualitätsmanagementsystem vollständig aufbauen und belegen will.
588 Euronetto je Apotheke und Jahr
Für den laufenden Betrieb mit Registern, Terminverfolgung und Formulierungshilfe.
948 Euronetto je Apotheke und Jahr
Für mehrere Betriebsstätten unter einer Leitung. Jede Betriebsstätte führt ihr eigenes Handbuch, alle laufen unter einer Lizenz und einer Rechnung.
| Leistung | Basis | Betrieb | Verbund |
|---|---|---|---|
| Pflichtenkatalog und Musterfassungen | enthalten | enthalten | enthalten |
| QM-Handbuch und Berichte als PDF | enthalten | enthalten | enthalten |
| Nachweisformulare | enthalten | enthalten | enthalten |
| Rechtsmonitor | enthalten | enthalten | enthalten |
| KI-Assistent | – | enthalten | enthalten |
| Register und Qualitätsziele | – | enthalten | enthalten |
| Abgleich über mehrere Arbeitsplätze | enthalten | enthalten | enthalten |
| Rückkehr auf einen früheren Stand | – | – | enthalten |
| Betriebsstätten | 1 | 1 | bis 4 |
| Arbeitsplätze | 3 | 10 | unbegrenzt |
Offizinwerk lässt sich 30 Tage kostenlos und ohne Verpflichtung erproben. Die im Probezeitraum angelegten Inhalte bleiben beim Übergang in eine Lizenz erhalten. Wird die Lizenz nicht bestellt, endet der Zugang, ohne dass Kosten entstehen.
Bestellung
Eine Zahlung wird an dieser Stelle nicht ausgelöst. Jede Bestellung wird von Hand geprüft und freigegeben. Auf diesem Weg ist sichergestellt, dass die Lizenz der bestellenden Apotheke und ihrer Betriebsstättennummer zugeordnet ist.
Sie füllen das Formular aus. Eine Eingangsbestätigung erscheint unmittelbar auf dieser Seite.
Angaben und Betriebsstättennummer werden geprüft. In der Regel geschieht das innerhalb eines Werktages.
Beides erhalten Sie per E-Mail. Der Schlüssel schaltet die Anwendung für die bestellte Stufe frei.
Die Windows-Anwendung wird installiert, das Betriebsprofil angelegt, der Katalog abgeglichen. Danach steht das Handbuch bereit.
Fragen vor der Bestellung beantworten wir unter info@offizinwerk.de. Wir antworten an Werktagen, in der Regel am selben Tag.
Wir prüfen die Angaben und geben die Lizenz danach frei. Rechnung und Lizenzschlüssel erhalten Sie im Anschluss per E-Mail, in der Regel innerhalb eines Werktages. Eine Zahlung ist bis dahin nicht erforderlich.